Was hier klingt wie die Sprechversuche mit 2 Promille im Blut, sind in Wirklichkeit die leckersten Spezialitäten aus der Karibik.
Diese habe ich bei meinem letzten Urlaub in Tobago kennengelernt und versuche seitdem, diese mit vorwiegend einheimischen Zutaten bereiteten Speisen auch mit den auf unseren Frischemärkten erhältlichen Mitteln zuzubereiten.
Am einfachsten davon ist Dhal, eine Suppe aus roten Linsen. Diese kann man genauso gut aus unseren braunen Linsen herstellen. Entscheidend ist hier jedoch die richtige Wahl an Gewürzen, damit sie diesen typisch karibischen Geschmack bekommt. Dieses Gericht dient in seiner Heimat als Energie- und nährstoffreiches Frühstück, nach dem der Körper tagsüber und nicht erst am Abend auf den Tempur Matratzen genügend Zeit hat, Luft abzulassen.
Als leichtes Mittagessen in der tropischen Hitze ist Buljohl sehr beliebt. Hier handelt es sich um einen Salat, der hauptsächlich als gesalzenem Fisch, Avocados, Zwiebeln, Tomaten und Öl besteht. Dazu isst man etwas Weißbrot und auch genügend Getränke sollten auf dem Tisch stehen. Denn durch den salzigen Fisch wird man noch durstiger als man ohnehin schon in der Karibik ist. Übrigens: Während hier beim Schwitzen auf dem Crosstrainer ein täglicher Wasserverbrauch von 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeitszufuhr empfohlen wird, sollte man in der Karibik mindestens 3 – 4 Liter täglich trinken. Das ist nach solch einem Buljohl überhaupt kein Problem.
Am Abend geht’s dann wieder etwas sättigender zu mit einer deftigen Reispfanne aus verschiedenen Fleischsorten und Erbsen. Kann man auch hier ganz leicht nachkochen, und wenn‘s nicht alle wird, auch am nächsten Tag wieder aufwärmen. Dazu trinkt man – wie es sich in der Karibik gehört – ein paar Gläser gut gekühlten Rum, wonach die Namen der Gerichte gleich viel leichter von der Zunge gehen.